Wer, wenn nicht ICH? Wann, wenn nicht jetzt?
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Immer wenn wir ein besonders schlechtes Gewissen wegen eines Themas haben, wird diesem Problem ein Tag gewidmet.
Den Muttertag empfinde ich als solches Thema.
Wie fühlt man sich als Mutter eigentlich? Überfordert, immer zuständig, nicht Fisch, nicht Fleisch, geduldig, genervt, multitaskfähig, perfekte Hausfrau, perfekte Köchin, perfekte Hausaufgabenbetreuung, perfekte Krankenschwester, perfekte Managerin. Nicht umsonst wirbt eine große Staubsaugerfirma in Deutschland mit der Mutter als Managerin für ein kleines Familienunternehmen. Die Leistungen der Mutter werden meistens nicht gesehen, selten geschätzt und fast nie gewürdigt. Die Mutter als Mensch sowieso nicht!
Da haben wir dann den Muttertag! Ein Tag, an dem man endlich einmal Frühstück gemacht bekommt, an dem es Blümchen gibt und an dem man, wenn es gutgeht, am Mittag zum Essen ausgeführt wird. Die Kinder schenken einem selbstgemalte Zwangsbilder, die am Tag vorher kollektiv in der Schule angefertigt wurden. Der Papa zwingt sich ausnahmsweise vor der Mama aus dem Bett, um vollkommen überfordert das Innere des Kühlschranks kennenzulernen, um es mit einem Tankstellenblumengebinde auf dem Tisch zu drapieren.
Alles Liebe zum Muttertag!
Wäre es nicht viel schöner, wenn wir immer eine Welt mit 365 Tagen für jeden hätten, jeden Tag? Wenn wir immer voreinander soviel Respekt und Achtung haben, dass wir keine Tage ausrufen müssen, um uns an besondere Menschen zu erinneren und Sie zu schätzen?
Ich finde es wundervoll, dass ich mit meinen Kindern jeden Tag in unserem Leben achtsam und liebevoll umgehe und sie mit mir. So wie ich es mit jedem Menschen tue, der mir begegnet, jeden Tag!
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